Die Synagoge in Kadcon

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      Die Synagoge in Kadcon

      Die Synagoge in Kadcon

      Jüdisches Gebetshaus steht auf dem Land , das dem Spieler @Jan144 gehört und dank seiner Freundlichkeit gebaut wurde. Das Gebäude liegt in der Nähe von s2-spawn, etwas nördlich /w kadconic. Die Nicht-VIP spieler können auch mit Fasolek-Bahn von /w bahnhof nach /w strand dort kommen, oder zu Fuss, weil auch eine Straße verbindet der Ort mit Spawn.

      Es gibt so viele Kirchen und Moscheen auf Kadcon, so daß mindestens eine Synagoge hier gut hineinpasst.
      Ich denke auch, dass das gegenwärtige Wissen der Bewohner Mitteleuropas über diese Art von Gebäude sehr klein ist, und der Name erscheint ziemlich exotisch, aber die Synagoge hat wirklichkeit einen starken Bezug zur Geschichte dieser Länder. Es kann also für ein bisschen Selbststudium über Ihre Heimat dienen.

      Was ist Synagoge?

      Die Synagoge (vom griechisch: συναγωγή synagōgē = Versammlung) ist eines Gebäude, das dem gemeinsamen Gottesdienst einer jüdischen Gemeinde dient. Es ist am wichtigste Institution im Judentum und Zentrum des jüdischen Lebens. Synagoge ist kein Tempel. Einzige Tempel in Judentum gab es nur in Jerusalem. Rytuale Anwaschungen und Zubereitung von Speisen (koscher) fanden in anderen Gebäuden statt. In der Nähe sollen auch etwas kleinene Gebäude: jüdische Mikwa (Badehaus), sowie zwei Schulen: Heder (für Kinder) und Jeschiwa (für Erwachsene um das Buch zu studieren) gebaut werden.

      Im Architektur der Welt haben die Synagogen keinen einheitlichen Grundriss, die architektonischen Formen und Ausprägungen sind auch sehr unterschiedlich. Im Talmud (eines der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums über Alltag) gibt es wenig Anweisungen, wie Synagogen baut sein sollen und der Gestaltung wenig Grenzen gesetzt wurde. Der Talmud sagt, daß Synagogen Fenster haben müssen, und daß sie größer sein sollten als alle anderen Gebäude am Ort. Für gemeinsame Gebete werden nicht weniger als 10 Männer benötigt.

      Ab Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhundert in Europas Zentrum wurde meistens für grossen Synagogen als das beliebteste Stil ein orientalisierender Historismus ausgewählt. Man nannte der Stil meistens als "spanisch" oder "maurisch". Manche Synagogen bekamen auch Dachreiter, Glocken, Glockenspiel, Turmuhr und Pfeifenorgel.

      Das hier vorgestellte Gebäude in "maurischen" Still wurde auf einem quadratischen Grundriss gebaut, besteht aus sieben sich kreuzenden Schiffen. Die Anzahl der in Schiffen (7) ist magisch. Die Form der Fassade ist charakteristisch: die mittleren Schiffe sind die höchsten und die seiten Schiffen die niedrigsten; so dass das Gebäude die Form vie eine Pyramide für den äußeren Betrachter aussieht. Die Spitzen der Schiffen sind gewölbt und besitzen Fenstern.

      Die Synagoge ist nach Osten ausgerichtet (das gilt für die meisten Tempel, einschließlich der christlichen und islamischen). Der Eingang befindet sich dementgegen im Westen und führt direkt zu dem Ort in der Nähe vom östlichen Wand, wo das heilige Buch (Tora) aufbewahrt wird. Dort steht eine kleine weisse Gebäude im Inneren (Toraschrein) und enthält einen mit einer Tür verschlossenen Aufbewahrungsraum für das Buch. Auf beiden Seiten der Tür gibt es Gedenktafeln mit den Zehn Geboten auf Hebräisch. Toraschrein traditionell steht an der Wand, die Jerusalem zugewandt ist (hier: Ost). Über der Tür hängt ein Licht, Ner Tamid genannt. Es erinnert an die Feuersäule, die die Israeliten auf ihrem Weg durch die Wildnis der Wüste Sinai begleitet hat.

      Über dem Toraschrein befindet sich ein hölzerner schwebender Baldachin auf vier Kolonnen, unter dem Baldachin, auf der Plattform stehen Tische (Bima, das Lesepult), die zur öffentlichen Lektüre von Tora bestimmt sind.

      In der Mitte des Gebäudes gibt es einen großen Platz für stehende Männer, die beten. Für Frauen zu diesem Zweck dienen drei Balkone, so gennante "Frauengalerie". Die Trennung der Geschlechter in der Synagoge wird durch Aufzeichnungen im Talmud verursacht, die darauf hindeuten, daß die Ansicht der Frauen ablenkt die Männer während des Gebetes. Frauen dafür können sorglos alle Männer beobachten. In einer der Galerien gibt es kleine Pfeifenorgel, die aber nur in den "progressiven" Synagogen benutz waren. Frauengalerie können Sie durch zwei Treppenhäuser auf beiden Seiten des Eingangs erreichen.

      Dach des Gebäudes wird von vier Tonnengewölben getragen. Diese Gewölben sind durch vier "Segel" verbunden (wie es typisch für Gebäuden mit zentralem Grundriss ist). Auf Segeln liegt ein Zylinder mit acht Fenstern. Eine Kuppel mit Laterne auf Spitze, die auf dem Zylider liegt, schließt Oberseite des Gebäudes.

      Das Ganze ist in weißen und blauen Farben gehalten, was sich auf die Symbolik des traditionellen Gebetsschals und auch auf die Farben des Staates Israel bezieht. Auf dem Boden ist der Davidstern. An der östlichen Wand unter dem Gewölbe befindet sich eine symbolische Zeichnung eines siebenarmigen Leuchters (Menora). Auf den anderen Wänden befinden sich drei hebräische Inschriften: Tora, Nebim, Ketubim (Gesetz, Propheten, Schriften), die nach jüdischer Tradition jene Schriften bezeichnen, die wir heute das "Alte Testament" nennen. Auf der Außenseite, über dem Ausgang und an ähnlichen Stellen in den anderen Wänden befindet sich ein Bannertext (auf Hebräisch): "Shema Israel", was "Höre, Israel" in deutsch bedeutet. Dies ist das kürzeste jüdische Gebet, für jene, die noch nicht richtig betten können.

      Kleiner Exkurs:
      Am 6. Juni 1967 eroberte israelische Armee die Altstadt von Jerusalem. Die Soldaten, die zuerst die Klagemauer erreichten, begannen sofort zu beten. Einer der Soldaten rief: "Ich bin aus Kibbuz, im Kommunismus aufgewachsener , ich kenne keine Gebete. Aber ich möchte jetzt beten." Dann antwortete ein anderer: "Wiederhole immer: Schema Israel, Schema Israel." Zu dieser Zeit begann dieser aus Kibutz stammende Soldat diese zwei Wörter mit Eifer und Eifer zu wiederholen, so die alle Anwesenden als das schönste Gebet im Leben in Erinnerung hatten.


      Was jetzt?

      In die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 (zynisch "Kristallnacht" genannt) nationalsozialistische Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden in Deutschland und Österreich. Damals wurden, zu einer Zeit über 1.400 Synagogen abgebrannt. Rasch nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zerstörten die Nazis fast alle Synagogen im gesamten besetzten Raum und sie setzten dieses Verfahren bis zu ihren letzten Tagen fort. Es gibt jetzt nur sehr wenige von diesen Gebäuden, hauptsächlich in der Tschechischen Republik. Die schönste der erhaltenen ist die so gennante Spanische Synagoge in Prag.

      Die ehemalige Synagogen sind bereits von manchen deutschen Architekturbüros digital rekonstruiert. Dies ist leider der einzige Schatten dieser Gebäude in Deutschland. Es gibt auch ein Paar Städte, die bauten die Synagogen auf ihrem Gebiet wieder auf. In Mitteleuropa aber verbliebene jüdische Gemeinden immer und immer schrumpfen. Juden werden lieber zu Israelis und finden im Staat Israel ihre Sicherheit und Hoffnung für die Zukunft.

      Ich bin kein Jude, aber von dieser Kultur sehr fasziniert. Ich frage gern nach Mitspielern, die vielleicht mit dem Thema besser vertraut sind und sie können mir mit ihren klugen Ratschlägen helfen.

      ihre Fasolek

      P.S. Wenn Sie eine Synagoge besuchen wollen, sollen Sie einen auch Helmet, oder was anderes am Kopf haben.
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