Quellcode Open Source stellen

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      Quellcode Open Source stellen

      Hey ihr Lieben,

      vielleicht kennt mich noch der ein oder andere. Ich spiele seit dem 15.02.2013 auf Kadcon, also inzwischen seit fast 6,5 Jahren, auch wenn ich zwischendurch immer wieder mal inaktiv war.

      Mit Kadcon verbinde ich sehr schöne Zeiten. Durch Kadcon habe ich nette Spieler kennen lernen dürfen. Insbesondere zuletzt durch Spielertreffen habe ich ganz wundervolle Menschen getroffen, die mir persönlich ganz viel bedeuten.
      Auch ich selbst habe dank Kadcon einiges zu verdanken. Ich würde ohne Kadcon heute nicht da stehen, wo ich heute stehe.

      Durch Kadcon habe ich nicht nur Menschen kennengelernt, die mir auch in schwierigen Situationen bei Seite standen und für mich da waren, nein, auch konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln, was meinen jetzigen Beruf angeht.

      Einige, die mich kennen, verbinden mich wahrscheinlich mit Projekten wie der LEGEND-BANK oder VKBA. Beides Projekte, die ich damals gestartet habe. Was als kleine Idee startete, wurde fortgeführt. Was als kleine Excel-Liste anfing, wurde später ein eigenes Programm und eine Webseite. Eigenständig programmiert.

      Vorgestern wurde ich 22 Jahre alt. Damals habe ich angefangen zu programmieren - rein aus Leidenschaft. Projekte, wie VKBA, die ich hier entwickelt und vorgestellt habe, waren der Anfang. Ich habe sehr vieles gelernt.

      Und warum? Ich habe den Quellcode damals frei zur Verfügung gestellt. Open Source. Open Source bedeutet, dass man Programmcode anderen öffentlich einsehbar zur Verfügung stellt. Bereits damals haben dadurch viele Leute so zum Projekt beigetragen. Nicht nur Code. Sondern auch Fehler gemeldet oder Feature-Anfragen gestellt. Einige haben sogar tatsächlich auch an dem Code mitgewirkt und diesen zur Verfügung gestellt, um das Projekt noch besser zu machen. Auch konnte ich Leute dazu motivieren, selbst Projekte Open Source zu stellen, um auch auf diese Art und Weise wertvolle Erfahrung zu sammeln.

      Ich lernte unheimlich viel, ich habe mich viel weitergebildet. Durch den Austausch mit anderen lernte ich, auch andere Wege mir anzusehen und gemeinsam als Team zu arbeiten. Wichtige Schritte, die mich heute, als gelernter Software-Entwickler inzwischen, tagtäglich begleiten.

      Heute konnte ich mein Hobby zum Beruf machen und in meiner Freizeit programmiere ich auch gerne Open-Source Software. Ich selbst führe erfolgreich ein größeres Projekt, was mittlerweile von tausenden Leuten weltweit genutzt wird.
      Dank Open Source können so viele Leute zusammenarbeiten und großes bewirken.

      Warum erzähle ich das alles?

      Ich habe eine längere Pause eingelegt. Damals hatte ich kaum Zeit und Lust durch meine Ausbildung, auf Kadcon zu spielen. Zurzeit packt mich wieder Lust und ich bin bereits kräftig am Programmieren für VKBA Version 2 ;)

      Doch als ich auf die Server kam, oder hier im Forum vorbeischaute, merkte ich, dass es nicht mehr so wie damals war. Viele nette Mitspieler sind inaktiv, nur noch wenige Spieler sind überhaupt auf den Servern.
      Das ist ein bekanntes Problem zurzeit, was auch in anderen Threads ausführlich thematisiert wurde, weshalb ich nicht näher darauf eingehen will.

      Jedoch glaube ich, dass vor allem ein Grund dafür verantwortlich ist, weshalb zurzeit eher weniger los ist.
      Das Fehlen des Updates für die neuste Minecraft-Version.

      Meiner Meinung nach ist folgendes dafür verantwortlich:

      Die eigenständige Programmierung und Anpassung der Plugins für die (damaligen) Bedürfnisse an Kadcon.
      Was damals das Alleinstellungsmerkmal war und einen erheblichen Mehrwert darstellte, da es viele einmalige Funktionalitäten anbot, ist jetzt eine Last. Eine Last, weil Anpassungen / Updates nur schwer möglich sind. Was auch normal ist, denn schließlich sind viele Plugins selbst angepasst worden, was auch schlussfolgert, dass man sie eigenständig anpassen muss. Dies ist nicht nur sehr zeitintensiv, sondern stellt auch, durch das Fehlen der Entwickler hier intern auf Kadcon, ein großes Problem dar. Eine Person, hier @Kademlia, kann nicht alles alleine machen.

      Viele Plugins, die es für Minecraft gibt, sind bereits Open Source und werden von vielen Leuten weltweit aktiv gepflegt. Ob sie den Anforderungen für Kadcon gerecht werden können, kann ich als Außenstehender nicht beurteilen.

      Jedoch denke ich, und das ist meine Idee und Teil meiner "Problemlösung" für die aktuelle Situation auf Kadcon, würde es sehr helfen, den Quellcode der Plugins von Kadcon der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
      Ich bin davon überzeugt, dass viele bereit wären, ihre Freizeit freiwillig dafür zu opfern, an der Entwicklung Kadcon beizutragen. Auch wenn es nur das Melden von Fehlern oder Featureanfragen ist. Es hilft, auch für den Entwickler selbst, zu sehen, was wichtig ist und was den Leuten auf dem Herzen liegt.

      Letztlich ist es eine Entscheidungsfrage. Eine Entscheidung, die ich nicht treffen kann. Es ist meinerseits ein Vorschlag und würde meiner Meinung nach vieles vereinfachen und einige Probleme lösen.
      Die Befürchtung oftmals ist, dass man durch Open-Source Software, seine harte Arbeit an Bösewichte kostenfrei herausgibt. Nur weil man aber den Code frei einsehbar macht, heißt das noch lange nicht, dass man all seine Rechte verkauft. Der wahre Wert ist die Erfahrung, die man dadurch gemeinsam gewinnt. Und die ist unbezahlbar. Und wenn man erst einmal das Interesse geweckt hat, sodass sogar andere freiwillig zur Verbesserung des Codes beitragen, ist das noch ein viel schöneres Gefühl. Wenn man etwas erschaffen hat, was nicht nur von Leuten genutzt wird, sondern von Leuten aktiv mitgepflegt wird und jeder seinen Teil dazu beiträgt.

      Wäre das nicht toll? Auf Kadcon zu gehen und begrüßt zu werden mit dem Slogan: "Willkommen auf Kadcon.de! Ihr gestaltet nicht nur die Stadt, sondern auch den Server. Sei ein Teil der Community!".
      Grüß dich @LegendSkyFall,
      erstmal willkommen zurück auf Kadcon und herzlichen Glückwunsch nachträglich zu deinem Geburtstag! Die Anzahl an aktiven Spielern auf Kadcon.de hat über die letzten Jahre tatsächlich abgenommen. [1] Eine Entwicklung, die auf viele Minecraft-Server zutrifft, wobei du gerade zu einem Zeitpunkt zurückgekehrt bist, an dem dieses Problem, bedingt durch die Jahreszeit, noch etwas deutlicher erkennbar ist. Diese Entwicklung wirkt erstmal etwas kontraintuitiv wenn man bedenkt, dass die Anzahl an Minecraft-Spielern insgesamt zugenommen hat. [2] Die Gründe dafür sind vielfältig: Die Anzahl als auch die Diversität der Server hat über die Jahre immer weiter zugenommen [3], wodurch sich die Spieler immer weiter auf die verschiedenen Server verteilt haben. [4] Ein weiteres Problem von Kadcon ist die von dir angesprochene scheinbar [zu] langsame technische Weiterentwicklung des Server. Weitere Ursachen der aktuellen Probleme wurden, wie du schon richtig bemerkt hast, hier im Forum erörtert. [5]
      Dein Angebot Kademlia bei der Weiterentwicklung der Plugins zu unterstützen ehrt dich, deinen vorgeschlagenen Weg wird er aber nicht gehen. Dafür hat er zu schlechte Erfahrungen mit dem Teilen seiner Arbeit gemacht. Was ich mir allerdings vorstellen könnte ist, dass wenn du tatsächlich über ausreichende Kenntnisse hinsichtlich der Programmierung in Java verfügst, du in die Weiterentwicklung einiger kadcon-spezifischer Plugins involviert werden könntest. Diesbezüglich würde ich dir empfehlen Kademlia einfach direkt anzuschreiben. Auf eine Aussage von dir wollte ich noch in aller Kürze eingehen, da Sie mich persönlich angesprochen hat:

      LegendSkyFall schrieb:

      Der wahre Wert ist die Erfahrung, die man dadurch gemeinsam gewinnt. Und die ist unbezahlbar. Und wenn man erst einmal das Interesse geweckt hat, sodass sogar andere freiwillig zur Verbesserung des Codes beitragen, ist das noch ein viel schöneres Gefühl. Wenn man etwas erschaffen hat, was nicht nur von Leuten genutzt wird, sondern von Leuten aktiv mitgepflegt wird und jeder seinen Teil dazu beiträgt. [sic!]

      Eine schöne Eigenschaft von Wissen ist, dass es nicht weniger wird, wenn man es teilt. Ich teile die Früchte meiner Arbeit auch sehr gerne und erfreue mich daran, wenn ich sehe, dass diese Arbeit genutzt [evtl. weiterentwickelt] und dadurch wertgeschätzt wird.

      Beste Grüße, Dalavar

      Alle Quellen zuletzt abgerufen am 21.07.2019:
      [1] minecraft-mp.com/server/90703/stats/
      [2] statista.com/statistics/680139…active-players-worldwide/
      [3] minecraft-statistic.net/de/global_statistic.html
      [4] minecraft-server.eu/
      [5] Die Zukunft Kadcon's
      Kritisches Denken lernen - [TEDx Talk - 2017]: youtube.com/watch?v=J5A5o9I7rnA&feature=youtu.be
      Big Think - Die großen Fragen 21.Jahrhunderts einfach erklärt: youtube.com/channel/UCvQECJukTDE2i6aCoMnS-Vg

      Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von „Dalavar“ ()

      LegendSkyFall schrieb:

      Die eigenständige Programmierung und Anpassung der Plugins für die (damaligen) Bedürfnisse an Kadcon.


      Meines Wissens ist es bis heute nicht möglich ein Plugin zu finden, dass:

      1. Normale Welten in Grundstücke teilt.
      2. Spieler eigenständig beliebig viele GS kaufen lässt.
      3. Die Welt nicht irgendwann "zerstört" ist und es von vorne los gehen muss.

      Die "damaligen" Bedürfnisse sind daher denke ich noch aktuell. Natürlich gibt es verdammt viele Plugins am Markt - aber die meißten sind nicht ausgelegt oder überhaupt auf größeren Servern getestet. Selbst wenn du sie als Ausgangsbasis nutzt kann es nötig sein sie komplett neu zu schreiben und nur die Idee zu behalten. Nicht umsonst ist auch bei anderen größeren Servern (Hive, Hypixel etc.) quasi alles selber aufgesetzt. Die kommen aber noch gut weg bei Xray/Duping usw. ;)

      Als Beispiele vielleicht:
      • PermissionsEx hatte über Jahre einen Fehler, der zum Verlust aller Permissions führen konnte. Dieser tritt aber nur auf wenn du 100.000+ User hast.
      • Das WorldGuard Regions-System nutzte lange intern eine einfache Liste. Auf meine Anfrage warum denn das im Code enthaltene PRTree nicht aktivierbar ist, war die Antwort des Entwicklers, dass es keine wirtliche Verbesserung hatte/nicht wirklich nötig ist - das Stimmt auch wenn man < 300 Regionen oder so in einer Welt hat. Und sk89q war sicherlich Vorreiter in der Plugin-Entwicklung von Minecraft. Die Anforderungen waren einfach komplett andere auf Kadcon damals noch mit 10.000+ Regionen (heute 500k+).

      Die Spielwelt Kadcon konnte nur so entstehen und wäre selbst heute nicht realisierbar ohne massive Anpassungen.

      Kade
      Bitte möglichst alle Fragen im Forum stellen und nicht mir per Privatnachricht.
      Ich Teile meine Zeit aktuell: 2,5 Tage 1.13, 2,5 Tage Arbeit, 1 Tag Kadcon. Eine PN-Antwort kann entsprechend länger dauern.
      :thumbdown:
      Ist das ein schlechter Scherz? Falls nicht, schade!

      Du minimierst alles, was hier von uns geschrieben wurde auf einen einzigen Satz und gehst auf das Kern-Thema Null ein. Sondern versuchst nur zu schützen, warum die Plugins hier so besonders sind (und Du sie daher nicht teilen willst).

      Nun gut. Okay. Kann man machen. Wer nicht will, der hat schon.
      Hey,

      eine sagen wir mal interessante Reaktion. @Dalavar hat es in seinem Beitrag denke ich relativ gut bereits vorher schon zusammengefasst und u.A. darauf verwiesen mir einfach mal eine PN zu schreiben im Bezug auf genauere Themen zur Programmierung. Das hätte auch dort schon genau so geklappt - hast du aber nicht probiert.

      Dieses Thema gab es in ähnlicher Form übrigens in den letzten Jahren schon einige male. Speziell zur Landli Source Code. Eine Forensuche hätte dich da auch etwas weiter gebracht bei den Argumenten. Ganz grob: Open Source beinhaltet für mich Support bzw. in einem Zustand der Nutzbarkeit. Das wäre nicht gegeben u.A. auf Grund genutzter proprietärer Software die nicht enthalten sein darf / Lizenzen es nicht erlauben.

      Kade
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      Ich hatte auf Deine Antwort gewartet. Da ich weiß, dass Du derzeit viel um die Ohren hast, hab ich da auch nicht nachgefragt.

      Die jetzige Antwort ist doch schon wesentlich "besser" bzw. informativer.

      Wie im Thread erwähnt, kann man ja auch nur Teile Open Source stellen, wenn es da lizenzrechtliche Probleme gibt.
      Aber ich kann jetzt auch nicht beurteilen, wie viel dann überhaupt veröffentlicht werden kann.

      Open Source hätte den Vorteil, dass jeder seinen Beitrag dazu leisten kann, auch wenn es nur klein ist. Ich persönlich bin auch nicht in der Java-Welt großartig unterwegs - was nicht bedeutet, dass es unmöglich für mich ist, aber andere sind da sicherlich erfahrener. Aber das ist ja dann der schöne Vorteil, wenn jeder contributen kann.
      Allein für den aktiven Austausch.

      Naja, ich bin gespannt, wie Du Dich entscheidest.

      LegendSkyFall schrieb:

      Die Befürchtung oftmals ist, dass man durch Open-Source Software, seine harte Arbeit an Bösewichte kostenfrei herausgibt. Nur weil man aber den Code frei einsehbar macht, heißt das noch lange nicht, dass man all seine Rechte verkauft. [...]


      Vielleicht noch zu diesem Gedanken ganz grob:
      Ich denke mal du hattest diese Sachen gerade im Studium und der Grundsatz hört sich super an?
      Dabei musst du aber immer beachten dass zwar viele OpenSource Software/Code nutzen aber dennoch bestimmt 95+% proprietär/closed Source sind. Dass eine Firma überhaupt Code veröffentlicht ist eher eine Randerscheinung.

      LegendSkyFall schrieb:

      Der wahre Wert ist die Erfahrung, die man dadurch gemeinsam gewinnt. Und die ist unbezahlbar.


      Und das ist dann auch der Grund dafür. All diesem Firmen müssen als erstes Geld verdienen, sonst verlieren sie ihre Lebensgrundlage. Der Konkurenz da die Betriebsgeheimnisse frei Haus zu liefern ist eben einfach nie der Fall. Open Source wird Software in der Regel dann wenn:

      1. Die Person nicht darauf ihre Lebensgrundlage aufbaut.
      2. Das Geschäftsmodell einen Vorteil darin hat die Codes zu veröffentlichen um z.B. die Qualität massiv zu steigern/Kostenlose Mitarbeit zu erhalten oder Popularität zu erhalten, weil 1. bereits Problemlos machbar ist.
      (3. Das Projekt allgemein altruistisch initiiert wurde)


      Deine Erwartung von dem Gedanken OpenSource ist denke ich einfach viel zu hoch.

      Kade
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      :D

      Nein, ich studiere nicht. Ich habe mir das Programmieren eigenständig als Jugendlicher beigebracht und dann Projekte entwickelt und mein Hobby zum Beruf gemacht.

      Und auch open Source Projekte -ein großes, das ich zurzeit habe, dass tausende Leute nutzen. Ich habe mich anfangs bewusst dazu entschieden, das kostenlos zu machen, da hast Du dann auch recht, da das nicht meine Haupt-Einnahme-Quelle ist. Inzwischen verdiene ich aber mehr Geld durch freiwillige Spenden, als ich mit einem Verkauf der App mit 1€ pro Download z.B. verdient hätte. 10-15€ Spenden sind keine Seltenheit, das gibt sonst keiner für eine App aus.

      Wenn Du was gutes schaffst, was von vielen genutzt wird und einen großen mehrwert bietet, für das du deine wertvolle Zeit sehr viel opferst (ich sehe meine Freizeit, wenn ich am Wochenende mal paar Stunden investiere oder so - nicht als Geldfaktor an), dann sind sie auch bereit, dafür mehr zu geben, als sonst.

      Ich kann aber natürlich nicht beurteilen, was Du a) aktuell mit Kadcon verdienst, b) was Du sonst so verdienst.

      Und das ist keine Randerscheinung, sehr viele, selbst sehr, sehr große Firmen, haben sehr viel Open Source Software- Sicherlich nicht alles, da gebe ich Dir recht.

      LegendSkyFall schrieb:

      Und das ist keine Randerscheinung, sehr viele, selbst sehr, sehr große Firmen, haben sehr viel Open Source Software


      Hehe, ja den Eindruck kann man bekommen - ist aber einfach nicht der Fall. Selbst für Firmen die extrem viel veröffentlichen ist der Closed-Source Anteil sicherlich noch mal um den Faktor 20x größer (wenn wir sehr nett sind). Nur weil du die Spitze einen Eisbergs groß ist heißt es nicht, dass der Teil unterm Wasser kleiner ist ;)

      Edit: Und das wird denke ich auch immer so bleiben. Letztendlich entscheiden die Geldgeber was von diesen Dingen wächst und was nicht. Da wo viel Geld rein gesteckt wird gibt es etwas zu schützen. Beispiel Fahrzeug KI, da werden seit Jahren Milliarden von den großen Firmen investiert - viel davon ganz still und heimlich unter NDA - und den Code wirst du erst sehen, wenn jemand Marktanteile zwanghaft gegenüber anderen gewinnen will. Realistischer: Du wirst von fast keiner Firma den Code in näherer Zukunft sehen.

      Kade
      Bitte möglichst alle Fragen im Forum stellen und nicht mir per Privatnachricht.
      Ich Teile meine Zeit aktuell: 2,5 Tage 1.13, 2,5 Tage Arbeit, 1 Tag Kadcon. Eine PN-Antwort kann entsprechend länger dauern.
      Grüß dich @LegendSkyFall
      aufgrund deiner weiteren Ausführungen hier habe ich den Eindruck, dass eine Verwechslung bei den Begrifflichkeiten vorliegt. "Open Source" ist nicht zu verwechseln mit kostenloser Software! Es stimmt, dass die meisten Anwendung unter der "GNU-Lizenz" weitergegeben werden. Googles Rechenzentren, die Serverfarmen von Facebook, das weltweit erfolgreichste Mobilbetriebssystem Android - sie alle haben eines gemein: Sie basieren auf "Open Source Software". Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass der Markt von Open Source - Produkten dominiert wird. Das ist allerdings ein Irrtum. [1]

      Ich erkläre das mal anhand der Docker-Technologie: Docker ist eine "Open Source Software", die es ermöglicht alle zur Ausführung einer Software benötigten Bestandteile in sog. Containern zu visualisieren und verfrachten zu lassen. Diese Container können zentral gespeichert und auf Rechnern lokal ausgeführt werden, lassen sich aber auch leicht wieder auf andere Rechner verschieben. [Siehe dazu die Abbildung unten!] [2 - 4] So kann z.B. eine neue Software zunächst in der Test-, und später in einer Produktivumgebung eingesetzt werden. Viele Firmen aus der Tech-Branche arbeiten dabei zusammen, um solche grundlegenden Technologien weiterzuentwickeln. Sie sind zur Einsicht gekommen, dass es wenig Sinn ergibt, wenn jeder für sich Grundlagen entwickeln würde. Diese Grundlagen sind nötig aber nicht dazu geeignet, sich gegenüber einem Marktkonkurrenten abzuheben. Das Abheben von der Konkurrenz leisten wiederum Programme, die auf Basis von Docker entwickelt wurden und diese Programme können zwar kostenlos sein sind in den meisten Fällen aber nichtmehr "Open Source".

      Aus diesem Grund hat sich ein Kollaborationsmodell entwickelt. Nicht mehr Hobbyprogrammierer arbeiten an der Software, sondern fest angestellte Entwickler überwiegend großer Firmen wie Microsoft, Google oder IBM. Nicht einmal die Apologeten quelloffener Software glauben, dass diese Art der Software einmal herstellereigene Programme komplett ersetzen wird [oder könnte]. In den meisten Bereichen ergäbe es für Softwareentwickler wenig Sinn, ihre Software quelloffen zu machen. Dort, wo sie sinnvoll eingesetzt werden kann, ist die Open-Source-Technologie proprietären Ansätzen aber oft überlegen. "Open Source Software" darf verändert werden; Unternehmen können sie also an die eigenen Bedürfnisse anpassen, so umfassend, wie sie das wollen und können. Dass die Quellen offenliegen, also in einer für Menschen verständlichen Form, ermöglicht es eher als bei proprietärer Software zu prüfen, was die Software macht, z.B. illegal Nutzerinformationen an den Hersteller übermitteln. [5]


      Beste Grüße, Dalavar

      Alle Quellen zuletzt abgerufen am 03.08.2019:
      [1] de.wikipedia.org/wiki/Open_Source
      [2] de.wikipedia.org/wiki/Docker_(Software)
      [3] heise.de/select/ct/2017/15/1500579004823067
      [4] docker.com/
      [5] sueddeutsche.de/digital/open-s…ie-welt-regiert-1.4189583
      Kritisches Denken lernen - [TEDx Talk - 2017]: youtube.com/watch?v=J5A5o9I7rnA&feature=youtu.be
      Big Think - Die großen Fragen 21.Jahrhunderts einfach erklärt: youtube.com/channel/UCvQECJukTDE2i6aCoMnS-Vg

      Dieser Beitrag wurde bereits 13 mal editiert, zuletzt von „Dalavar“ ()

      Natürlich verwechsle ich das nicht.

      Mein Punkt war, dass man durch Open-Source Software erstmal kostenfrei seine Arbeit herausgibt, man braucht dann andere Wege, um Geld zu verdienen.
      Viele große Firmen bieten daher entweder Zusatz-Features an oder so etwas wie Hosted Cloud Version, womit großes Geld verdient wird (-> Microsoft). Nicht umsonst hat Microsoft bspw. GitHub für Millionen von Euro gekauft. Man will u.a. natürlich Cloud-Funktionen verkaufen.

      Zu dem Beispiel der Fahrzeug KI - es gibt u.a. einen großen Anbieter, comma.ai, welcher ein "Autopilot"-System open-source anbietet, was auf Machine Learning basiert. Hierbei wird allerdings nur der Quellcode freigegeben, nicht aber die Daten, welche für die KI genutzt werden. Das ist dann das wertvolle, womit man Geld verdient (neben dem hardware-Verkauf).

      Man braucht halt andere Wege.

      Dass natürlich nicht alles Open-Source ist, ist mir klar. Es bietet halt gewisse Vorteile, geht aber natürlich auch mit Nachteilen ein.

      Große Frameworks, Engines, Software, ist Open-Source und bietet durch die Zusammenarbeit mit der Community einfach einen unschlagbaren Vorteil. Häufig werden die Maintainer auch durch Spenden finanziert.
      Auch ich selbst erhalte, wie bereits erwähnt, Spenden, dafür dass ich Open Source Software entwickle.

      Es geht ja nicht darum, alles hier Open Source zu stellen, wenn man dies nicht möchte, oder nicht kann.

      Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn man Teile zumindest veröffentlicht, werden auch andere freiwillig mitwirken. Zumal es auch Referenzen für einen selbst sind.

      Ich z.B. habe durch mein großes Open-Source Projekt ein sehr gutes Vorzeigewerk, was mir letztlich auch meinen aktuellen Status im "richtigen" Job verleiht.

      Ich selbst habe dadurch was erreicht, auch wenn es vielleicht nicht die gewinnbringendste Lösung ist - aber die gesammelte Erfahrung und das dadurch erlernte Wissen, sind mir persönlich sehr viel mehr Wert.
      Hallu,
      ich bin zwar zugegebenermaßen Laie auf diesem Gebiet, doch

      LegendSkyFall schrieb:

      Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn man Teile zumindest veröffentlicht, werden auch andere freiwillig mitwirken.

      das erscheint mir eher nicht machbar.
      Kadcons Plugins greifen ja fast nahtlos ineinander über, was es doch sehr schwierig machen würde, Teile davon zu isolieren und eben Open-Source zu stellen.
      So bräuchte man doch, um sich von Interessierten bei z.B. Chunk.li unterstützen zu lassen, was ja elementarer Bestandteil des Codes ist, ebenso Einblicke in den Rest der Plugins, um effektiv und zielgerichtet arbeiten zu können.
      Da Kade aber klargestellt hat, dass er diese aber nicht publik machen will erschließt sich mir die weitere Argumentation nicht ;)

      Liuvar

      Die Nacht ist dunkel, unsere Seele ist dunkel, wir sollten die Nacht lieben, denn sie ist uns ähnlich.
      Doch fürchten wir uns selbst vor den dunklen Abgründen unserer Seele. Ich liebe die Nacht.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „basti0511“ ()